Finanzwelt
AktieAAPL (Nasdaq)

Apple

iPhone, Dienste und ein geschlossenes Ökosystem

TechnologieKonsumelektronikDiensteUSADividendeAktienrückkäufe
Datenstand: Unternehmenszahlen: Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2024 (November 2024). Keine aktuellen Kurse. Währung: USD. Keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung – diese Seite erklärt, sie berät nicht.

Was ist das?

Apple wurde 1976 von Steve Jobs, Steve Wozniak und Ronald Wayne gegründet und ist heute eines der wertvollsten Unternehmen der Welt. Das Geschäft ruht auf dem iPhone (rund die Hälfte des Umsatzes), Mac, iPad, Wearables (Apple Watch, AirPods) und einem schnell wachsenden Dienstegeschäft (App Store, iCloud, Apple Music, Apple Pay, Garantien). Produkte werden überwiegend von Auftragsfertigern in Asien gebaut.

Wie verdient das Unternehmen Geld?

Apple verdient an Hardware mit hohen Margen und zunehmend an wiederkehrenden Diensteumsätzen, die an die installierte Basis von über zwei Milliarden aktiven Geräten gekoppelt sind. Der Wert für Aktionäre entsteht aus Gewinnen, die zu einem großen Teil als Dividende und vor allem über Aktienrückkäufe (rund 100 Mrd. USD pro Jahr) zurückfließen – Rückkäufe erhöhen den Gewinn je verbleibender Aktie.

Was beeinflusst den Preis?

  • Nachfrage nach iPhones und Erneuerungszyklen
  • Wachstum und Regulierung des App Stores (EU Digital Markets Act, US-Kartellverfahren)
  • Zölle und Lieferketten (Fertigung in China, Indien, Vietnam)
  • Wechselkurse – ein Großteil des Umsatzes entsteht außerhalb der USA
  • Erfolg neuer Kategorien (KI-Funktionen, Vision Pro) und Konkurrenz durch Samsung, Google, chinesische Hersteller

Chancen

  • Sehr loyale Kundenbasis und Ökosystem-Bindung
  • Dienstegeschäft mit hohen Margen und wiederkehrenden Umsätzen
  • Enorme Cashflows, die Rückkäufe und Dividenden finanzieren

Risiken

  • Abhängigkeit vom iPhone – ein Produkt dominiert den Umsatz
  • Regulierung der App-Store-Gebühren kann das Dienstegeschäft schmälern
  • Geopolitik: Produktion und Absatz in China
  • Reifer Markt: Wachstum kommt vor allem aus Preis und Diensten, nicht aus Stückzahlen
  • Bewertung preist Stabilität ein – Enttäuschungen werden bestraft

Kennzahlen – und was sie bedeuten

Umsatz Geschäftsjahr 2024 (endete 28. Sept. 2024)
391,0 Mrd. USD

Davon iPhone rund 201 Mrd., Dienste rund 96 Mrd. USD. Zum Vergleich GJ 2023: 383,3 Mrd. USD.

Stand: Geschäftsbericht (10-K) November 2024

Nettogewinn GJ 2024
93,7 Mrd. USD

Nettomarge rund 24 %. Enthält eine einmalige Steuernachzahlung in der EU von rund 10 Mrd. USD (EuGH-Urteil 2024).

Stand: Geschäftsbericht November 2024

Dividende
rund 1 USD je Aktie und Jahr (quartalsweise)

Dividendenrendite unter 1 % – Apple gibt deutlich mehr über Rückkäufe zurück als über Dividenden.

Stand: 2024/2025

Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)
schwankt – bitte aktuell nachschlagen

Lag in den 2010ern oft bei 10–15, seit 2020 meist über 25: Der Markt bewertet Apple inzwischen wie ein Dienste-Unternehmen.

Stand: bewusst keine Tageszahl

Börsenwert
über 3 Billionen USD (erstmals Juni 2023)

Marktkapitalisierung = Kurs × Aktienzahl. Apple war 2011–2024 meist das wertvollste Unternehmen der Welt, 2025 zeitweise von Nvidia überholt.

Stand: Marktdaten, gerundet

Historische Entwicklung

  1. 1976

    Gründung in Kalifornien; 1977 Apple II, 1984 Macintosh.

  2. 1980

    Börsengang.

  3. 1997

    Steve Jobs kehrt zurück; Apple steht kurz vor der Pleite, Microsoft investiert 150 Mio. USD.

  4. 2001–2007

    iPod, iTunes Store, dann 2007 das iPhone – der Beginn des heutigen Geschäftsmodells.

  5. 2008/09

    Finanzkrise: Kurs fällt um über 50 %, danach jahrelanger Aufstieg.

  6. 2011

    Tim Cook wird CEO; Tod von Steve Jobs.

  7. 2018

    Erstes Unternehmen mit 1 Billion USD Börsenwert.

  8. 2020

    Corona-Crash (−30 % in einem Monat), danach Rekordgewinne durch Homeoffice-Nachfrage; 4:1-Aktiensplit.

  9. 2024

    EuGH bestätigt Steuernachzahlung von 13 Mrd. € an Irland; EU-DMA zwingt zur Öffnung des App Stores.

Denkbare Szenarien (keine Prognose)

Dienste tragen das Wachstum

Hardware stagniert, aber Dienste wachsen zweistellig weiter – die Bewertung als „Abo-Unternehmen“ bleibt gerechtfertigt.

Regulierung und Zölle drücken

App-Store-Gebühren sinken, Zölle verteuern die Produktion, die Margen schrumpfen.

Neue Kategorie zündet

KI-Funktionen oder ein neues Gerät lösen einen Erneuerungszyklus aus – wie das iPhone 2007.

Quellen